ECPR

Install the app

Install this application on your home screen for quick and easy access when you’re on the go.

Just tap Share then “Add to Home Screen”



Religion and Political Theory: Secularism, Accommodation and The New Challenges of Religious Diversity, Edited by Jonathan Seglow and Andrew Shorten

Do Humans Have Duties towards Robots?

Civil Society
 
Cyber Politics
 
Ethics
 
Normative Theory
 
Presenter
Federica Basaglia
Universität Konstanz
Authors
Federica Basaglia
Universität Konstanz

Abstract
Eine zurzeit viel debattierte Frage im Bereich der Roboterethik ist es, ob Roboter moralisch berücksichtigt werden und wir ihnen dementsprechend Rechte verleihen sollen. Dabei geht es um das Verhältnis zwischen Menschen und sehr komplexen Maschinen, die imstande scheinen, „selbstständig zu handeln“, mit Menschen zu „interagieren“ und sogar Formen der „emotionalen Bindung“ zu und mit Menschen zu entwickeln Man spricht deswegen in der Debatte von „social robots“ (im Unterschied zu „service robots“; vgl. Tavani 2018, S. 2-4).
Die Diskussion dreht sich hauptsächlich darum, welche Kriterien besagte Roboter erfüllen sollen, um moralische Berücksichtigung zu verdienen. Zentral ist dabei für viele Autorinnen und Autoren die Frage, ob sich Roboter als Akteure bzw. moralische, autonome Akteure qualifizieren sollen, um moralische Berücksichtigung zu verdienen (u. a. Gunkel 2018, Laukyte 2017, Himma 2009, Floridi/Sanders 2004).
Innerhalb dieser Debatte wurde von Einigen der Versuch unternommen, die sehr komplexe Frage darüber, ob Roboter als moralische Akteure gelten sollen, auszuklammern, und für eine moralische Berücksichtigung der Roboter – anstatt als moralische Akteure (moral agents) – als moralische Objekte (moral patients) (vgl. Floridi 2008, S. 86-91) zu argumentieren (u. a. Tavani 2018, Gunkel 2018, Gerdes 2015).
Einen vielversprechenden Ansatz sehen einige Autorinnen und Autoren (z.B. Gerdes 2015) in der Möglichkeit einer Begründung von menschlichen Verpflichtungen gegenüber Robotern in Anlehnung an Kants Argument für die indirekten Pflichten gegenüber Tieren, die er in der Metaphysik der Sitten einführt. In meinem Beitrag möchte ich gegen diesen Vorschlag argumentieren und die Ansicht vertreten, dass das von Kant im § 17 der Tugendlehre eingeführte Argument auf Roboter nicht anwendbar ist: In diesem Paragrafen spricht Kant ausschließlich von „schönen, leblosen Naturgegenständen“ und von nicht-menschlichen Tieren, nicht von Artefakten, wie Roboter.
Share this page
 


Back to top